Burgbelebung „Stupor Mundi“ – Geschichte erleben auf Burg Lichtenberg am 12. und 13. September

„Burgbelebung „Stupor Mundi“ – Geschichte erleben auf Burg Lichtenberg

 Am 12. und 13. September wird die Geschichte auf der Burg Lichtenberg lebendig. Jeweils von 10 bis 17 Uhr können Besucher das Leben im 13. Jahrhundert hautnah erleben.

 Die Burgbelebung ist ausdrücklich kein Mittelaltermarkt, sondern eine Living-History-Veranstaltung mit hohem Anspruch an historische Darstellung und Vermittlung. Kleidung, Rüstung, Handwerk und Alltagsleben werden von erfahrenen Darstellern möglichst quellen- und zeitnah präsentiert.

Besucher sind eingeladen, ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und Geschichte unmittelbar zu entdecken.

 Burg Lichtenberg, 12. und 13. September, jeweils 10–17 Uhr.“

 Eintritt frei

 

Oldtimer auf der Burg Lichtenberg am Sonntag 27.09.2026 von 11:45 – 13:00Uhr

Im Rahmen der Abschlussfahrt des Triumph-Club Saar und der Oldtimerfreunde Lebach besuchen am Sonntag, 27.09.2026 ca. 30 historische Fahrzeuge die Burg Lichtenberg.

Die Kombination aus altem Gemäuer und alten Karossen erzeugt einen unvergleichlichen Anblick dem sich fast niemand entziehen kann. Die Fahrzeuge der Clubtour setzen sich aus mehreren, meist britischen Autos aus 5 Jahrzehnten zusammen – das jüngste Auto ist 32 Jahre alt. Auch deutsche und amerikanische Klassiker sind mit von der Partie.

Kommen Sie und unternehmen Sie eine Zeitreise vom Mittelalter bis in die Zeit des Wiederaufbaus.

Von Wagenrad bis Speichenfelge – von Ritterrüstung bis Tweet-Sacko.

Einfach vorbeikommen – sehen – staunen.

Was grünt denn da? – Pflanzen erkennen leicht gemacht! – Datum: Sonntag, 27. September 2026 Uhrzeit: 10:00- ca. 12:00 Uhr Treffpunkt: Hufeisenturm, Burg Lichtenberg Anmeldeschluss: Dienstag 22.09.2026

Es ist so faszinierend und spannend Pflanzen und ihre Familien im Detail zu betrachten und kennenzulernen, deren es so mannigfaltige bei uns gibt! Denn Artenkenntnisse sind das A und O, nicht nur wenn man sich mit Wild- & Heilkräutern beschäftigen möchte.

In einem theoretischen Teil werden kurzweilig wichtige Grundkenntnisse vermittelt und auf einem kleinen Spaziergang rund um die Burg werden die erworbenen Kenntnisse gleich umgesetzt.

Ein Skript ist natürlich inklusive.

Teilnahmegebühr 15 Euro

Anmeldung erforderlich

Wildkräuterfachfrau & Dipl.Umweltwissenschaftlerin
Vanessa Zürrlein
55758 Schauren
0 67 86/ 29 29 759
0 151/ 65 13 51 95

Nessi.Zuerrlein@web.de

oder

Verwaltung Burg Lichtenberg

06381 8429

Lichtenberg Kriminale Eine musikalische Krimilesung Totensonntag, 22. November 2026 | 18:00–21:00 Uhr Ort: Zehntscheune Burg Lichtenberg/Pfalz

Die Lichtenberger Kriminale lädt Sie herzlich zu einer einzigartigen Lesung ein, bei der fünf renommierte pfälzische Autoren mit ihren Geschichten für Spannung, Gänsehaut und gute Laune sorgen. Tauchen Sie ein in eine Welt aus Spannung mit musikalischer Umrahmung

Die Autoren und ihre Geschichten

Erleben Sie die Meister des pfälzischen Krimi-Genres live – und das am Totensonntag. Besinnlichkeit und Rätselhaftigkeit treffen aufeinandertreffen.

  • Michael Landgraf, PEN-Generalsekretär, präsentiert einen spannenden weihnachtlichen Kurzkrimi und moderiert den Abend.
  • Lars Winterliest aus den Kriminalromanen der Mörderisch-Reihe um den Künstler Ulf Norden und den Maserati fahrenden Pfarrer Lukas Klinger
  • Wolfgang Allinger & Ute Kliwer(alias Kommissar McGräte) unterhalten mit ihrer einzigartigen Mischung aus Spannung und skurrilem Charme.
  • Michael Gärtner entführt mit seiner spannenden Felsenland-Krimireihe in die Südwestpfalz.
  • Harald Schneider(alias Kommissar Palzki) präsentiert mit seinem typischen Humor und scharfsinnigen Ermittlungen seinen Krimi „Burgentrauma“.

Ein besonderer Abend voller Überraschungen

Neben den fesselnden Lesungen erwartet Sie eine musikalische Untermalung, die die Atmosphäre unterstreicht und Sie in die richtige Stimmung versetzt. Ob melancholisch, beschwingt oder mysteriös – die Klänge begleiten Sie durch die Welt der Krimis.

Eintritt & Tickets

Vorverkauf:               15 € pro Person
Abendkasse:            18 € pro Person

 Wir freuen uns auf Sie!

 

 

Burg“Einblicke“ – Der „Reibestein“

Als im Jahre 2021  die Sicherheitsbeleuchtung auf der „Unterburg“ installiert wurde mußte für die elektrische Leitung ein Graben ausgehoben werden.

Im Schutt fiel ein ovaler Stein auf, welcher nicht natürlichen Ursprungs schien.  Klar sichtbar sind feine Hauspuren welche die Oberfläche aufrauen. Der Stein wurde „gepickt“.  Das Gewicht beträgt ca. 5,4 Kilogramm, die Masse sind ca. 22 cm Länge und 13 cm im Durchmesser. Das eiförmige Gebilde besteht aus dem hier vorkommenden „Kuselit“.

Die Liegetiefe lässt sich nicht mehr genau bestimmen, dürfte aber zwischen 30 und 40 cm gewesen sein.

Bei erster Betrachtung ging man davon aus, dass es sich um ein mittelalterliches Wurfgeschoss handeln könnte.

Als im Jahre der 2025 der entsprechende Experte und Geschäftsführer der Deutschen Burgenvereinigung Dr. Michael Kirchschlager den Stein zur Begutachtung vorgelegt wurde hegte er starke Zweifel an dem Zweck als Wurfgeschoss.

Vielmehr ordnete er den Gegenstand als „Mittelalterlicher Reibestein“ also ein Utensil der Küche ein.

Ein Reibestein diente Mahlen, Reiben und Zerkleinern der verschiedensten Zutaten wie Gewürzen, Kräutern, aber auch Gemüse. Eben was so in der Küche gebraucht wird um es direkt zu verwenden oder auch besser aufbewahren zu können.

Ob der mutmaßliche Reibestein aus einer Küche eines der sich auf der Unterburg befindlichen „Burgmannenhäuser“ stammt oder auf anderem Wege dorthin gelang ist lässt sich leider nicht mehr nachvollziehen.

Quelle:

Recherche Andreas Rauch

Dr. Michael Kirchschlager, Historiker und Geschäftsführer der Deutschen Burgenvereinigung

Kräuterseminar ACKERSCHACHTELHALM /ZINNKRAUT Veranstaltung mit Kräuterpädagogin Christel Trost Termin: 28. Juli 2026 von 19.00 – 21.00 Uhr, im „Rittersaal“ auf Burg Lichtenberg

ACKERSCHACHTELHALM – equisetum arvense

Der Ackerschachtelhalm, auch Zinnkraut genannt ist eine uralte Pflanze, die, wenn auch in etwas anderer Form, schon seit der Urzeit auf unserer Erde existiert.

Als Heilpflanze hat das Kraut ein großes Wirkspektrum – wobei der hohe Gehalt an Kieselsäure eine Besonderheit darstellt. Diese wirkt gewebsfestigend, blutstillend und stärkt Knochen, Zähne, Haut und Haare.

Auch die Wirkung auf Erkrankung von Blase und Nieren ist seit langem bekannt.

Als Badkraut ist er auch äußerlich vielseitig einsetzbar.

Erfahren Sie mehr bei dem Kräuterseminar auf Burg Lichtenberg. Hier kommen Sie der Natur wieder ein Stück näher und lernen die Wirkung der Pflanzen neu zu schätzen und zu würdigen.

Im Rahmen des Seminars wird pro Veranstaltung eine Pflanze detailliert vorgestellt.

Sie erfahren, wo und unter welchen Bedingungen sie wächst, wann und wie sie geerntet, gelagert, verarbeitet und verwendet wird.

Das Seminar findet im Rittersaal auf Burg Lichtenberg statt. Bitte eine Tasse/Glas, Löffelchen, Gabel und Schälchen mitbringen.

Die Gebühr für die zweistündige Veranstaltung beträgt 15,00 € pro Person.

Anmeldungen unter 06381-8429 (bitte erst ab 10.00 Uhr) oder unter burg-lichtenberg@kv-kus.de.

Mittelalterliche Pflanzenfarben & Modern Art am 15 & 16 August 2026 auf der Burg Lichtenberg/Pfalz

Lernen Sie heimische und exotische Pflanzenfarben kennen und selbst zuzubereiten. Gestalten Sie modern und frei Ihre Leinwand oder Ihr Papier. Die bildende Künstlerin Judith Boy zeigt in einem 2-tägigen Kurs, was mit Naturmaterial und Dynamik möglich ist. Lassen Sie sich überraschen von einer uralten Magie in neuer Anwendung und tauchen Sie in eine ganz besondere, sinnliche Art der Kunstgestaltung ein. Die unendlichen Möglichkeiten wird Sie überraschen Keine Vorkenntnisse erforderlich! Bringen Sie bitte mit: Papier (saugfähig!) oder Leinwand, Wasserbecher, Pinsel, Spachtel, Stifte, Wachskreiden, Acrylbinder, Weiße und Schwarze Acryl Farbe, Schere, Zeitung, Essig, Salz, gute Laune und Experimentierfreude. Mindestens Teilnehmerzahl 4 Personen, Maximale Teilnehmerzahl 13 Personen Kosten: 60 Euro/Person Zeiten: Samstag den 15 August von 10 bis 13 Uhr, Sonntag den 16. August 10 bis 12 Uhr

Ort: Hufeisenturm Burg Lichtenberg

Anmeldung: Burgverwaltung Lichtenberg (ab 10 Uhr), Telefon 06381 8429,

E-Mail: Burg-Lichtenberg@kv-kus.de und info@judith-boy-art.com

Burg“Einblicke“ – „Altarnische“ im „Ostpalas“ auf der Oberburg

Auf der Oberburg von Burg Lichtenberg befindet sich der sogenannte „Prinzen-„ oder „Ostpalas“.

In der östlichen Giebelwand dieses Gebäudes ist eine sogenannte Hauskapelle in Form einer Altarnische vorhanden – doch was ist es genau? Dieser Frage soll hier nachgegangen werden.

Hauskapellen sind wie Tor- und Turmkapellen in einen anderen Baukörper eingegliedert.

Bei diesen Gebäuden handelt es sich ganz allgemein gesprochen um Wohnhäuser. Es spielt keine Rolle, ob es ein in einer Stadt gelegenes Bürgerhaus oder einen Palas oder Wohnturm in einer Burg betrifft. Hauskapellen können einen ganzen Saal einnehmen oder nur aus einer häufig zum Raum hin verschließbaren Altarnische bestehen.   Von außen sind Altarnischen meist mittels Erker oder Fenster baulich gekennzeichnet, was ihnen eine repräsentative Note verleihen kann.

Das Aufkommen der Hauskapellen lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen und wird mit einem Wandel in der Frömmigkeit erklärt.

Der Glaube der Laien verfestigte sich nicht zuletzt aufgrund der Kreuzzüge, so dass sich im Alltag Geistlichens und Weltliches durchdrangen. Dies hat auch in der Bauform seinen Ausdruck gefunden, indem Sakral- und Profanraum in der Hauskapelle zu einer Einheit verbunden wurden.

Im sogenannten Ostpalas der Oberburg der ursprünglich gräflich-veldenzischen Lichtenberg werden, basierend auf einem Inventar von 1625, die Wohnräume des Burgherrn vermutet. Dort ist in der östlichen Giebelseite im Erdgeschoss eine Hauskapelle in Form einer Altarnische eingefügt. Auf der Aussenseite der Giebelmauer, also von Osten gesehen, erweist sich die Altarnische als flacher, auf Konsolen vorkragender Erker.

Die Öffnung zum Altarerker besteht aus einem hohen und breiten, leicht angespritzten Bogen Früher war die Erkeröffnung vermutlich durch hölzerne Flügeltüren verschließbar und konnte auf diese Weise vom profanen Saalbereich geschieden werden. Der Bogen verdeckt links und rechts in den Nischeninnenseiten einen zur Aufbewahrung der liturgischen Ausstattung dienenden (verschließbaren?) Wandschrank sowie Piscina (Wasserbecken, in welchem der Priester Hände und Kelch wusch).

Zentral in der Rückwand der Nische eingelassen befindet sich eine weitere kleinere rundbogige Nische.

Sie ist mit einem hochrechteckigen Fenster sowie auf der Innenseite mit einer abgeschrägten Sohlebank ausgestattet. Gerade die Rückwand dieser Innennische zeichnet sich durch eine besonders sorgfältige Ausführung des Mauerwerks aus – im Gegensatz zu der ansonsten am Ostgiebel angewendeten Mauertechnik. Das Erdgeschoss könnte laut Tenor der jüngsten Forschungen anhand der außen je paarweise mit spitzbogigem Blendwerk versehenden Fenster (an der nördlichen Langseite des Ostpalas) stilistisch ungefähr in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert werde. Der Altar im Ostpalas, d.h. die Hauskapelle, wird 1444 in einer Kellerei-Rechnung zusammen mit der Kapelle in der unteren Burg erwähnt. Im Erdgeschoss-Saal des Ostpalas, zu dem sich der Altarerker öffnet, erhielten zu dieser Zeit offenbar ein größerer Kreis von Burgbewohnern am Gründonnerstag und am Ostersonntag die Vollkommunion, d.h. das Abendmahl in zweierlei Gestalt mit Brot und Wein. Ansonsten dürfte die Hauskapelle der privaten Andacht der gräflich-veldenzischen Familie samt vielleicht noch einem kleinen Personenkreis aus der engeren Umgebung der Veldenzer vorbehalten gewesen sein.

Quelle:

Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz 107. Band, Speyer 2009

Recherche Andreas Rauch, Burgverwaltung