Immer wieder kommt es zu auffälligen Funden auf der altehrwürdigen Burg Lichtenberg, was zeigt, dass es noch viel zu entdecken gibt.
Ein neuerer Fund zeugt von der Bedeutung und dem Glanz der bedeutenden Anlage.
Bei dem Schmuckstückchen handelt es sich um ein Fragment einer relifierte, graphitisierten Ofenkachen, wohl um das Jahr 1600.
Die Maße sind ca. 13 cm Länge und an der höchsten Stelle des keilförmigen Fragments ca. 6 cm.
Die verschlungenen Ranken und das Blattwerk zeugen von der Kunstfertigkeit der Hersteller.
Neben den Kacheln wurden Ofenplatten aus Metall verwendet. Da diese oft sehr dunkel gehalten waren wurden die Kacheln mithilfe von Graphit diesem Farbton angepasst.
„Unsere“ Ofenkachel wurde auf der Oberburg in einem Gebäudeabgang oder einer Auffüllung (Schutthaufen eben) gefunden.
Hieraus ergeben sich zwei Theorien:
Eine Kellereirechnung aus dem Jahre 1625, welche im Kirchenschaffneiarchiv Kusel aufbewahrt wird führt auf der Burg etliche Räumlichkeiten auf. Einige befanden sich in den noch sichtbaren Resten der ehemals herrschaftlichen Gebäude. Es ist jedoch aufgrund der aufgeführten Anzahl zu vermuten, dass noch mehr Gebäude vorhanden waren, die heute nur noch als einfaches Gelände wahrgenommen werden. Die Ofenkachel könnte von solche einem Gebäude stammen.
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Kachel aus Schuttmassen aus den Ausgrabungen im Ostpalas aus den 1960er Jahren stammt. Hierfür sprich die Hochwertigkeit der Kachel sowie eine an gleicher Stelle gefundenes Pfennig Stück Prägung 1950 sowie ein weiteres ansprechendes Ofenteilstück jedoch offensichtlich anderer Machart.
Quelle:
Funde Andreas Rauch, Burgverwaltung
Begutachtung des Fundes: Stefan Köhl M.A.
Burgenlexikon Band III. Seite 397
