Die Burgmannen – Gauwer von Lichtenberg

In der veldenz‘ischen Zeit der Burg 1214-1444 finden sich unter den Burgmannen auffallend viele Träger eines Wappens mit 2 waagrechten Querbalken, von denen der obere mit 3, der untere mit 2 Kugeln belegt ist.

Dieses Wappen kann als echtes Lichtenberger Burgmannenwappen gelten, die Träger waren nachweislich auch untereinander verwandt. Durch die Farben, die nicht mehr alle bekannt sind, dürften sich die Wappen der einzelnen Familien voneinander unterschieden haben.

Zur Anschauung verwenden wir das Wappen derer von Esch (Burgmannen im 14.  und 15. Jahrhundert) Hier wurde erstmalige die Wappenfarbe beschrieben – unklar ist allerdings die Farbe der Kugeln: schwarz oder gelb.

Übrigens: Im Wappen der Gemeinde Thallichtenberg zu der Burg Lichtenberg gehört finden sich heute noch die Balken und fünf Kugeln.

Die Gauwer von Lichtenberg

Das Wappen der auf 2 Balkenverteilten 5 Kugeln findet sich auch bei den Gauwer von Lichtenberg, die seit 1282 auftreten.

Der am frühesten und am häufigsten genannte Vertreter ist Ritter Sibodo I. der Gauwer (1282 – 1306). Er wird nachweislich zweimal als ritterlicher Burgmann auf Lichtenberg mit Bertram von Wadenau genannt. Ausserdem 1282 in einer Hunolstein-Urkunde, 1285 in einer Wildgrafenurkunde und ist 1288 bei der Festsetzung des Wittums für Agnes von Leiningen anwesend. Ausserdem 1293, 1297 und 1303 in Sponheimer Urkunden, 1293, 1306 in Wörschweiler Urkunden und 1302 in einer Urkunde des Klosters Remigiusbergs.

Auch Nachkommen sind bekannt:

Johann Gauwer von Lichtenberg (um1223); Ritter Dietrich Gauwer von Lichtenberg (um1332). Die Familie spaltete sich in etliche Zweige und verschwand, wie so viele, irgendwann im Nebel der Geschichte

Quelle:

Haarbeck: Die Grafen von Veldenz und ihre Burgmannen auf Lichtenberg 1214 – 1444

Text: Andreas Rauch

 

Teilen Sie diese Seite auf: