Burg“Einblicke“ – die Musikantenlandrose

Vor dem Eingang zur „Zehntscheune“ rechts befindet sich ein kleines Pflanzenbeet mit hübschen rot-rosa farbenen Rosen die ihren Duft in der Sommerluft verbreiten.

Von der Art her handelt es sich um eine kurzstilige, dornenlose Floribunder Rose, welche 1983 aus einer Zufallsmutation der „Karl-Höchst Rose“ entstanden ist (1). Sie wurde speziell für den Platz vor dem Eingang zum „Musikantenlandmuseum“ angekauft und 1993 auf den Namen „Musikantenlandrose“ getauft (2).

Ursprünglich stammt sie aus der Hand des Hobbyzüchters Hetzel, Baden-Württemberg. Nach dessen Ableben wurde die gesamte, wohl nicht rentable, Rosenzucht aufgegeben und die Informationen hierüber gingen verloren.  Leider auch über unsere Rose (1).

Selbst in dem doch recht umfangreichen Verzeichnis der „Modern Roses“ wird die Züchtung nicht aufgeführt. Anfänglich auch im Rosengarten Zweibrücken vertreten hat sie dort Platz für andere Exemplare gemacht (1).

Somit dürften die „Musikantenlandrosen“ auf Burg Lichtenberg die letzten ihrer Art sein.

Quelle

  • Herr Hübscher, Rosengarten Zweibrücken
  • Unterlagen Kreisverwaltung

Recherche Rauch

Burg“Einblicke“ – Das Finkentürmchen – Eine Namensinterpretation

In der Südmauer von Burg Lichtenberg, ungefähr in der Mitte, gegenüber dem Urweltmuseum Geoskop befindet sich ein Flankierungsturm der die doch recht lange Aussenmauer zusätzlich sichert. Im Volksmund wird dieser Turm schon seit jeher „Finkentürmchen“ genannt.

Eine Erklärung für diesen Namen gibt es nicht oder sie ist eben verloren gegangen.

Naheliegend ist die Vermutung, dass der Namen von dem Vogel „Fink“ herrühren könnte, denn immerhin ist es ja das „Finkentürmchen“.

Hier soll eine andere Erklärung erläutert und zur Diskussion gestellt werden:

In Deutschland gibt es den Familienname „Finkler“. Dieser leitet sich aus dem Beruf des Finklers ab, welcher im Mittelalter Schuhe aus Leder oder Stoff (genannt Finken) vor allem für die einfachen Leute hergestellt hat.

Nun war der „Finkenturm“ von Burg Lichtenberg wahrscheinlich nicht durchgehend durch eine Wachmannschaft besetzt und es ist denkbar, dass das Gebäude auch als Wohnraum genutzt wurde. Eben durch einen Finkler. Dadurch wäre die Unterhaltung des Turmes sowie eine sinnvolle Nutzung sichergestellt.

Davon abgeleitet könnte sich über die Jahre die Bezeichnung „Finkenturm“ eingebürgert haben.

Ein Beispiel für solch eine Namensentwicklung ist eine Burg von Heinrich I., (* um 876; † 2. Juli 936) der unter Anderem  als Heinrich der Finkler bekannt ist.  Dieser errichtete in Nordhausen/Thüringen Anfang des 10. Jahrhunderts eine Burg welche umgangssprachlich die „Finklerburg“ genannt wurde. Ein im 15. Jahrhundert an gleicher Stelle errichtetes Fachwerkhaus trägt noch heute den Namen „Finkenburg“.

Es ist denkbar, dass auch hier eine solche Namensentwicklung erfolgt ist.

Was meinen die werten Leser und Leserinnen zu dieser Interpretation?

 

Quelle:

www.namensherkunft.de

www.nordhausen-wiki.de

Recherche Rauch

Burg“Einblicke“ – Ein oder zwei Torflügel ?

Die ersten Baumeister wählten den Bauplatz für Burg Lichtenberg mit Bedacht. Die Anlage zählt zu dem Typ der Spornburg.

Angelegt wurde Sie auf einem langgezogenen dreieckigen Bergrücken.

Während zwei Seiten durch steile Hänge recht gut geschützt sind befindet sich der Schwachpunkt im Osten der Anlage.

Diese wurde daher auch im Laufe der Zeit besonders gesichert.

Durch Halsgräben, Zwinger, Türme, Zugbrücke und 3 Tore.

Wer Burg Lichtenberg heute besucht betritt diese in der Regel durch das im Ende des 16. Jahrhunderts errichtete äußere Tor und passiert auf dem Weg zwei weitere Tore, die jeweils älteren Datums sind.

Nach dem Verfall der Anlage existierten zwar noch die mehr oder wenig gut erhalten Durchgänge jedoch fehlten die Torflügel vollkommen.

Erst 1964 wurde durch das Landesdenkmalamt in Mainz der Hauptzugang durch ein zweiflügliges Tor versehen.

Die anderen Durchlässe blieben ohne. So stellt sich auch heute noch der Zugang zur Burg dar.

Bei näherem Hinsehen fällt auf, dass sowohl das große Eingangstor, als auch das darauf folgende Tor  jeweils oben in einer Ecke (beim Großen Eingang links, beim Nächsten Eingang rechts) die Aufnahme von Torflügel (sog. Angelloch) aufweisen. Auf der gegenüberliegenden Seite als auch auf dem Boden fehlen diese.

Der Weg selbst wurde schon eh und je freigehalten, ausgebessert und sogar gepflastert. Die vorhandenen Aufnahmelöcher wurden hierbei mit Sicherheit beseitigt.

Ein zweites nicht vorhandenes Angelloch  oberhalb des Tordurchllasses hingegen läßt  nur den Schluß zu, dass es sich um lediglich einen Torflügel handelte.

Das dritte Tor (vor der heutigen Wirtschaft) entbehrt jeglichem Hinweis auf einen vorhandenen Torflügel. Sicher ist jedoch, dass hier eine Zugbrücke vorhanden war. Sollte es ein zusätzliches Tor gegeben haben, so kann auch hier von nur einem Flügel ausgegangen werden.

Weitere Tore dürften sich bei dem Zugang zur Oberburg, im Norden gleich nach dem Urweltmuseum Geoskop und zur Sicherung der St. Georgskapelle und damit der Unterburg befunden haben.

Obwohl auch hier kaum noch Anhaltspunkte  vorhanden sind kann jedoch davon ausgegangen werden, dass das Prinzip des einflügligen Tores verfolgt wurde.

Quellen:

Recherchen Rauch

Haarbeck – Geschichte der veldenz-zweibrückischen Burg Lichtenberg (Landkreis Kusel/Pfa

Burg“Einblicke“ – Dach oder kein Dach

Immer wieder kommt die Frage auf, ob in früherer Zeit der Bergfried auf Burg Lichtenberg, so wie beim Wiederaufbau 1983 geschehen, mit einem Dach versehen war.

Auch bei den Rekonstruktionsversuchen der Burg um 1620 stellte sich diese Frage.

Im Endeffekt wurde sich entschlossen den Turm mit einem Dach darzustellen.

Das diese Vermutung letztendlich richtig war lässt sich durch ein eine Zeichnung aus dem Jahre 1598 belegen. Die Zeichnung zeigt zwar hauptsächlich die Saline in Kusel-Diedelkopf, im Hintergrund ist jedoch die Burg Lichtenberg dargestellt. Und siehe da: Der Bergfried ist mit einem Turm versehen.

 

Quelle:

Zeichnung der Saline Diedelkopf 1596 (Walther Haarbeck: Geschichte der veldenz-zweibrückischen Burg Lichtenberg 1975 Seite 75)

Recherche Rauch

 

Zum Mitmachen und Lernen: „Zirkus Pö á Pö auf Burg Lichtenberg“

Ort: Burg Lichtenberg – Burgstraße 17, 66871 Thallichtenberg

Wann: In der 1. Herbstferienwoche 2024, vom Mo. 14.10. bis einschl. Fr. 18.10.2024

Beginn morgens immer um 10:00 Uhr – Abholung gegen 17:00 Uhr

Stunden gesamt: 5 Tage zu je 7 Stunden mit beaufsichtigten Pausen –

Alter: von 8 bis 14 Jahren

Anzahl der teilnehmenden Kinder: 16 – 24 Kinder / 2 Dozenten

Teilnehmergebühr: 120 Euro

Anmeldung:

Burg-lichtenberg@kv-kus.de

06381 8429 am Besten unter der Woche ab 10.00 Uhr

 

Bei Fragen zum Kurs auch  gerne einen der Dozenten kontaktieren:

Christian Bechinger

c.bechinger@icloud.com

mobil: 0170-8252752

Tim Liebel

timelino@web.de

mobil: 0177 8087614

 Wolltest du schon immer mal Teil einer Zirkus- oder Theatertruppe sein?

Mit Christian (Theaterpädagoge, Clown, Jongleur) schnupperst du Theaterluft und erlernst Jonglieren und Clownerie.

Tim (Jongleur und Artist) wird dir Jonglieren, Rola-Bola und einfache Zaubertricks beibringen.

Gemeinsam überlegen wir, was an Requisiten und Kostümen noch gebraucht wird, denn zum Abschluss werden wir eine Aufführung für Freunde und Familie machen! Unser schönes Außengelände der Burg Lichtenberg lädt zum Toben, Spielen und Spaß haben ein.

Gegen geringes Entgelt ist auch ein Mittagessen in der Jugendherberge möglich.

Bei schlechtem Wetter haben wir zusätzlich ausreichend Platz in einem großen Raum in der Burg. Manege frei! Wir freuen uns auf euch!

Die Dozenten des Projektes

Christian Bechinger, geb. 1965 in Ludwigshafen, Ausbildungen zum Schreiner, vierjährige Ausbildung in London am Desmond Jones School of Mime and Physical Theatre. Weiterbildung an der Sporthochschule Köln und Ausbildung zum Theaterpädagogen am Theater Pädagogischen Zentrum Köln.

Zahlreiche selbständige Theaterprojekte im In- und Ausland. Arbeitet seit 20 Jahren im Bereich Theater- und Zirkuspädagogik. Seit drei Jahren Zusammenarbeit mit „Timolino“ – Tim Liebel.

Tim Liebel, oder auch Gaukler Timelino genannt, ist 1999 geboren und arbeitet nach Mitarbeit in der Lebenshilfe Neustadt hauptberuflich als Jongleur, Artist und Feuerkünstler auf Mittelalter-märkten und beim Kinderzirkus. Seit drei Jahren Zusammarbeit mit „Leonardo“ – Christian Bechinger.

Geduld und Ausdauer: Alles „Pö à Pö“!

Beim Jonglieren wird unter anderem Geschicklichkeit, Ballgefühl, Koordination, Ausdauer und auch Disziplin vermittelt, und das in Verbindung mit Teamfähigkeit und viel Spaß.

Über die Tage werden durch das Zusammenspiel von Körpergefühl und Wiederholungen der Flugbahnen jene besondere Bewegungsabläufe möglich – die Jonglage!   Ein großes Erfolgerlebnis und steigendes Selbstvertrauen wird so erzeugt.

Die Ausdauer wird belohnt – es zeigt sich, dass es sich lohnt, an etwas „dran zu bleiben“. Oftmals erleben die Kinder solch einen Kurs auch als Einstieg ins Jonglieren.

Beim Theaterspiel / Clownerie präsentiert sich das Kind mit seinem Körper und seiner Sprache. Jedoch in einer Rolle, was es ihm erlaubt, aus seinen angewohnten Strukturen auszubrechen.

Szenen müssen erst gemeinsam in kleinen Gruppen entwickelt und dann wiederholbar gemacht werden. Es muß laut und deutlich gesprochen werden, sonst versteht das Publikum nichts. Dadurch wird die Aussprache und die Eigenpräsentation geübt und verbessert.

Jedoch kann gerade in Clown- Nummern sehr gut auch nonverbal gearbeitet werden. Das bietet gerade Kindern mit wenig oder keinen Sprachkenntnissen Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten spielerisch in den Sketchen bzw. das Stücken einzubringen.

Durch diesen Erstkontakt mit einfachen Clown-Szenen, kann auch das Interesse am weiteren Theaterspiel ganz allgemein geweckt werden.

Dadurch, daß alle Kinder zusammen als Ziel noch eine Abschlußaufführung zeigen, wird auch nochmals der Gruppenzusammenhalt/ Teamgeist gefördert. Denn es müssen dabei auch oft Kompromisse gemacht werden. Das geht nur durch gegenseitige Akzeptanz und Rücksichtnahme.